AdBlue

In neuen Dieselfahrzeugen ist eine Abgasreinigungstechnik verbaut, der AdBlue hinzugefügt werden muss. Sobald die Auffüllung notwendig ist, zeigt dies die Bordelektronik an – wie im Fall unserer Kundin „bitte AdBlue auffüllen – noch 2400 km“.

Damit sich der Motor der Kundin weiterhin noch starten lässt und um zu verhindern, dass dieser im Notlauf nur noch vermindert Leistung erbringt, muss die Kundin AdBlue auffüllen. Technisch gesehen könnte die Kundin noch weiterfahren, nur der Stickoxid-Ausstoss würde sich verschlechtern. Da der Selbstzünder jedoch nicht mehr die Abgasnorm erfüllen würde, sorgt der Gesetzgeber zusammen mit den Herstellern quasi für eine Umwelt-Wegfahrsperre. 

Da unsere Kundin gerade in der Nähe unserer Werkstatt war, kam sie vorbei, um die geruchsfreie und ungiftige Chemikalie in den Tankzusatz zu füllen.

Vor Ort erklärte uns die Kundin, dass sie die Flüssigkeit direkt in den normalen Tank gefüllt hätte. 
Glücklicherweise konnten wir sogleich informieren, dass dies auf keinen Fall in den Kraftstofftank kommt. AdBlue braucht es, da bei den neuen Dieselfahrzeugen eine Abgasreinigungstechnik verbaut ist. Diese Abgastechnik sorgt dafür, schädliche Stickoxide um 90% zu reduzieren. Dazu muss die Flüssigkeit AdBlue, die aus 32.5% aus Harnstoff und 67.5% aus destilliertem Wasser besteht, der Abgasanlage zugeführt werden. Aufgefüllt wird dies in den separat dafür vorgesehenen Tank. Dieser befindet sich bei unserer Kundin, wie in den meisten anderen Fällen, direkt neben dem Kraftstofftank.

Nach dem Auffüllen konnte die Kundin die Zündung starten und nach einigen Minuten wurde der neue Füllstand angezeigt. 
Mit neuem Wissen und AdBlue konnte unser Kundin unbesorgt weiterfahren.